DenkWege zu Luther

Das bundesweite Projekt der Ev. Akademien Sachsen-Anhalt und Thüringen zur philosophischen, kulturellen und religionskundlichen Bildung mit Jugendlichen zum Reformationsjubiläum 2017 [www.DenkWege-zu-Luther.de]



DenkWege zu Luther
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Thematischer Geocache: Osterwieck - Luthers Wort wurde Stadt


Osterwieck ist ein fast einzigartiges bauliches Kleinod mit Bezug zur Reformation: Hier finden sich an vielen Fachwerkhäusern eingeschnitzte Bekenntnisse mutiger Bürger zur Reformation seit dem 1530er Jahren. Sie folgten z.T. damit auch einer Anregung Martin Luthers von 1525:
„Ja wollt Gott, ich kund die herrn und die reychen dahin bereden, das sie die gantze Bibel ynwendig und auswendig an den heusern für ydermans augen malen ließen, das were ein
Christlich werk.“

Und sie verwirklichten damit auch das allgemeine Priestertum aller Getauften in einer selten anzutreffenden architektonischen Form.

Unser Multicache macht in 8 Stationen damit bekannt und regt unter Verwendung der Medien Foto, Holz und Schrift zur Beschäftigung mit reformatorischen Themen an.

Cache 1
Luthers Wort wurde Stadt


Die Besonderheit der protestantischen Balkensprüche in Osterwieck als Bekenntnis wird vorgestellt. Anhand von Luthers „Worauf Du nun (sage ich) Dein Herz hängest und verlässest, das ist eigentlich Dein Gott.“ denken die Teilnehmenden darüber nach, welchen Balkenspruch sie als ihr persönliches Bekenntnis einritzen würden.

Cache 2 . lebender Cache
Sola scriptura - Bildung und Freiheit


Der Cache führt anhand der Inschriften an 2 Häusern zur protestantischen Devise: VERBUM DOMINI MANET IN AETERNUM“ – Allein Gottes Wort besteht ewig. (1. Ptr.1,25 und Jesaja 40,8) Das war die Devise des Sächsischen Kurfürsten und der protestantischen Reichsstände. Als in Speyer 1526 der Reichstag stattfand, waren Berittene des hessischen Landgrafen mit der Abkürzung V D M I AE auf dem Ärmel dort eingeritten.
Die TN erfahren etwas über den Zusammenhang von Luthers Bibelübersetzung, den Bildungsbemühungen der Reformation und dem Gedanken der Freiheit. Sie diskutieren, inwiefern Freiheit und Bildung für sie zusammenhängen.

Cache 3 – lebender Cache
Ein Alleinstellungsmerkmal der Reformation – Allein Jesus Christus, solus christus


Die Teilnehmenden beschäftigen sich mit der inzwischen ältesten bekannten typisch protestantischen Inschrift. „1533 nach Christi, Allein der uns erlöset hat allzumal“. Sie lernen den Bedeutungsgehalt der reformatorischen Glaubensüberzeugung solus christus kennen und finden heraus, welche erheblichen praktischen sozialen, kulturellen und alltagspolitischen Auswirkungen diese Überzeugung in der Reformationszeit durch die drastische Veränderung der kirchlichen „Heilsbewirtschaftung“ für die evangelischen Gebiete hatte. So lernen sie auch grundsätzliche Unterschiede zwischen „evangelisch“ und „katholisch“ kennen und verstehen.

Cache 4
Melanchthons Wahlspruch


Der Paulusspruch „Wenn Gott für uns ist, wer könnte wider uns sein" (Röm. 8,31) begleitete Melanchthon sein Leben lang als Wahlspruch. Er findet sich auf einem Haus in der Kapellenstraße. Die Teilnehmenden lernen diesen Hintergrund kennen und fragen sich, was sie in schwierigen Situationen stärkt und welchen Wahlspruch sie wählen würden.

Cache 5
Matthäus mit Luther ergänzt

Anhand einer Hausanschrift aus dem 16.Jahrhundert zu Mt. 6, 33 wird gezeigt, wie in historisch einmaliger Weise direkt auf Luther Bezug genommen wurde durch Einfügung einer Formulierung aus dem „Kleinen Katechismus“. Hier können auch Fragen zum Verständnis christlichen Glaubens bzw. der reformatorischen Rechtfertigungsauffassung erörtert werden anhand der Begriffe „Reich Gottes“ und „Gottes Gerechtigkeit“.

Cache 6
Der wahrscheinlich erste reformatorische Stadtkirchenbau


Die Teilnehmenden lernen den wahrscheinlich ersten reformatorischen Stadtkirchenbau und seine Geschichte kennen: St. Stephani. Sie erkunden, wie sich Adelige Standesherren, Bürgermeister und Ratsherren, Handwerker und einfache Bürger mit Wappen und Namen zu zentralen Aussagen protestantischer Theologie auf den Schlusssteinen der Stephanikirche bekannten.

Cache 7 und 8
Stadtwappen und Lutherrose


Die Teilnehmenden lernen etwas über das heraldische Symbol der Rose und Luthers Siegel, die berühmt gewordene „Lutherrose“. Sie vergleichen Stadtwappen und Lutherrose und lernen so genauer Luthers Deutung seiner Rose (Brief an Lazarus Spengler) kennen. Sie gestalten aus Naturmaterialien ein persönliches eigenes Symbol.




Entwicklung:

Carsten Passin, Projektleiter der "DenkWege zu Luther"
Andrea Janssen&Carsten Meier, Adventure GbR Leipzig

Der Thematische Multicache wird von den "DenkWegen zu Luther" auch für andere Bildungsprojekte zur Verfügung gestellt und kann mit einem DenkWege-Seminar für Jugendliche oder einer Weiterbildung für Multiplikatoren zum Thematischen Geocaching verbunden werden.
Sprechen Sie uns an:
Carsten Passin
Kontakt: passin@philopage.de




 


DenkWege zu Luther | Bundesweites Bildungsprojekt der Ev. Akademie Sachsen-Anhalt und der Ev. Akademie Thüringen in der Lutherdekade

 
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  • "DenkWege zu Luther" ist Teil der
    Lutherdekade zur Vorbereitung
    des Reformationsjubiläums 2017
  • Träger des Projektes "DenkWege
    zu Luther" sind die Ev. Akademien
    in Sachsen-Anhalt und Tühringen
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Das Projekt wird gefördert durch:
  • Logo des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)
  • Logo Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
  • Logo Bundesland Sachsen-Anhalt
  • Logo Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM)
Hinweis: Der Projektname "DenkWege zu Luther" ist eine eingetragene Wortmarke der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V. in der Lutherstadt Wittenberg.
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