Reformation & Toleranz

Anregungen zum Philosophieren mit Jugendlichen aus dem Projekt „DenkWege zu Luther



 
 




Thematisches Geocaching „Orte der (In-)Toleranz“




Die Methode des Geocaching ist sehr gut geeignet, auf eine komplexe Weise Jugendliche zu aktivieren, inhaltliche Arbeit mit Erlebnis und Unterwegssein zu verbinden und sie auch für sperrige Themen zu interessieren, an die man sie sonst schwer heranführen kann.

Das Seminar bzw. die Unterrichtseinheiten werden in diesem Fall am Lebens- und Wohnort der Jugendlichen durchgeführt.

Nach einer Einführung in die Grundlagen des Geocaching und den Umgang mit GPS erhalten die Jugendlichen die Aufgabe, Orte in ihrem Umfeld zu recherchieren und zu beschreiben, mit denen Ereignisse oder eigene Erfahrungen mit Toleranz und/oder Intoleranz verbunden sind. Das kann fokussiert sein auf eigenes Erleben und aktuelle Ereignisse. Genau so gut kann dies auch auf den Spuren der Reformation geschehen, sofern der Veranstaltungsort dies hergibt.

Die Jugendlichen markieren die gefundenen Orte mit GPS-Geräten oder Smartphones als Cachepunkt. Sie entwickeln eine Beschreibung des Ortes unter dem Gesichtspunkt (In-)Toleranz. Hier kann ein mehr oder weniger ausführlicher inhaltlicher Thementeil mit unterschiedlichen Methoden integriert werden, um z.B. Zusammenhänge von Reformation und Toleranz bzw. Intoleranz zu erarbeiten, so dass sie als (auch für andere interessante) Cacheinhalte formuliert werden können.

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In den „Denkwegen zu Luther“ haben wir besonders gute Erfahrungen damit gemacht, dass Jugendliche ihre selbstentwickelten Caches für Jugendliche beschreiben, die dann wieder in anderen Jugendbildungsprojekten oder frei genutzt werden.

Die Gestaltung von Multicaches steigert noch einmal deutlich die inhaltlichen Möglichkeiten.

Die entwickelten Materialien werden als Caches ausgelegt. Für die Veröffentlichung können die üblichen Geocachingportale genutzt werden. Diese machen allerdings manchmal Schwierigkeiten mit Bildungscaches von gemeinnützigen Einrichtungen oder Schulen, sofern sie diese mit wirtschaftlichen Aktivitäten verwechseln. Sie sind auch nicht auf das thematische Geocaching in der Jugendbildung ausgerichtet wie die speziell dafür erstellte Seite denkwege-zu-luther.de/geocaching.

Werden die Cacheinhalte nicht von den Jugendlichen selbst entwickelt ist z.B. eine gute Variante eine textbezogene Form des Geocaching.

Auf mehrere Caches wird ein Text in Abschnitten verteilt, z.B. ausgewählte Texte aus der Reformationszeit zum jeweiligen Thema und mit bestimmten Aufgabenstellungen für unterwegs versehen. Diese werden auf dem Wege von einem Cache zum anderen gelöst.

Hier ist eine ausführliche Auswertung wichtig. Dabei kann besonderer Wert gelegt werden auch auf die Erfahrung miteinander in den einzelnen Gruppen, die unterwegs waren: wie tolerant, wie demokratisch sind die Jugendlichen bei der Gestaltung ihres Weges miteinander verfahren, wie wurden Aufgaben verteilt oder Wegentscheidungen getroffen? Wie wurde mit den Schwächsten beim Laufen in der Gruppe umgegangen?

Für Schulen bietet es sich an, die Einführungen in die Methode des Geocaching mit Weiterbildungen für die Lehrerinnen und Lehrer zu verbinden, damit die begonnenen Cacheentwicklungen fortgesetzt werden können.
 


Reformation und Toleranz ist eine Publikation aus dem Projekt DenkWege zu Luther


  • Logo der Lutherdekade Luther 2017
  • "DenkWege zu Luther" ist Teil der
    Lutherdekade zur Vorbereitung
    des Reformationsjubiläums 2017
  • Träger des Projektes "DenkWege
    zu Luther" sind die Ev. Akademien
    in Sachsen-Anhalt und Thüringen
  • Logo Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt
  • Logo Evangelische Akademie Thueringen
 

 
Das Projekt wird gefördert durch:
  • Logo des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)
  • Logo Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
  • Logo Bundesland Sachsen-Anhalt
  • Logo Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM)
 
Hinweis: Der Projektname "DenkWege zu Luther" ist eine eingetragene Wortmarke der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V. in der Lutherstadt Wittenberg.
 
Das Projekt „DenkWege zu Luther” ist beendet. Diese Seite wird nicht mehr aktualisiert. Auf Wiedersehen!