Reformation & Toleranz

Anregungen zum Philosophieren mit Jugendlichen aus dem Projekt „DenkWege zu Luther



 
 




Das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen




In den Auseinandersetzungen über den Umgang mit Andersgläubigen, Ketzern, Häretikern wurden von allen Seiten biblische Aussagen herangezogen, auf die man sich für das eigene Handeln und die persönliche Entscheidungen bezog. Einige von ihnen machten Geschichte.

An erster Stelle steht das Gleichnis vom „Unkraut unter dem Weizen“ (Matth. 13, 24–30; 36–43).

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Mömpelgarder Altar: Das Gleichnis vom bösen Feind.
eingescannt in Wikimedia aus: Württemberg und Mömpelgard: 600 Jahre Begegnung. Beiträge zur wissenschaftlichen Tagung vom 17. bis 19. September 1997 im Hauptsaatsarchiv Stuttgart. Herausgegeben von Sönke Lorenz und Peter Rückert. Leinfelden-Echterdingen, 1999, S. 184
Datum etwa 1540
 

Vom 3. Jahrhundert bis in die Neuzeit war es das Argument dafür, dass Christen keinesfalls berechtigt sind, gegenüber anderen Christen bzw. Gläubigen wegen ihres Glaubensbekenntnisses Gewalt anzuwenden oder sie zu töten. Das bleibt allein Gott vorbehalten. Wer zu den Erlösten gehört und wer nicht, wird sich erst am Ende der Tage zeigen. Mit dem Wort des Gleichnisses gesprochen: Wenn Erntezeit ist, wird das Unkraut vom Weizen geschieden werden können. So interpretiert, führte das Gleichnis zu dem Schluss, dass die Kirche geduldig – duldsam, tolerant – sein und sich dem Urteil Gottes anvertrauen muss.

Vorschläge zur Arbeit mit dem Gleichnis in Seminar und Unterricht:

Methodische Anregungen zur Arbeit mit dem Gleichnis auf S. 38 bis 40 der Praxishandreichung „Reformation und Toleranz“.

Die Bedeutung des Gleichnisses für die Kirchengeschichte kennen lernen

Ergänzende Quellentexte zum Gleichnis aus der Reformationszeit

„Die Wahrheit wird sich durchsetzen“ – ein philosophisches Gespräch

Eine Bildbetrachtung zum Gleichnis

 


Reformation und Toleranz ist eine Publikation aus dem Projekt DenkWege zu Luther


  • Logo der Lutherdekade Luther 2017
  • "DenkWege zu Luther" ist Teil der
    Lutherdekade zur Vorbereitung
    des Reformationsjubiläums 2017
  • Träger des Projektes "DenkWege
    zu Luther" sind die Ev. Akademien
    in Sachsen-Anhalt und Thüringen
  • Logo Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt
  • Logo Evangelische Akademie Thueringen
 

 
Das Projekt wird gefördert durch:
  • Logo des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)
  • Logo Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
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Hinweis: Der Projektname "DenkWege zu Luther" ist eine eingetragene Wortmarke der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V. in der Lutherstadt Wittenberg.
 
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